Back to Rodellar

Rodellar – ein malerisches Tal mit langen Überhängen aus feinstem Kalk am Fuße der spanischen Pyrenäen.  Die Routen sind oft relativ großgriffig, aber sehr athletisch und erfordern eine gesunde Ausdauer. Für mich sicherlich einer der besten Spots zum Sportklettern in Europa von denen, die ich bisher besucht habe.

Nachdem ich bereits im vergangenen Jahr gute drei Wochen in Rodellar verbracht habe, wollte ich auch dieses Jahr unbedingt wieder  für ein paar Tage zurückkehren. Ende Juli entschloss ich mich dazu gute zwei Wochen die Uni zu schwänzen und zusammen mit Florian Kalinke nach Spanien zu fahren. 18 h Fahrt auf Landstraßen quer durch Frankreich und über die Pyrenäen waren schon mal ein anstregender Beginn, aber die schönen Landschaften Südfrankreichs und in den Pyrenäen entschädigten uns etwas. Um so größer war dann die Freude, als wir endlich in Rodellar angekommen sind.

Die ersten paar Tage nutzten wir um uns einzuklettern – eigentlich mehr um uns an Temperaturen von 30° zu gewöhnen und an 40m lange Routen (was ganz schön lang ist, wenn man eine 12m Halle gewöhnt ist 🙂 ). Ein typischer Klettertag bestand aus Baden an den super schönen Lagunen des Flusses, der das Tal durchzieht, bis Mittags, dann Aufwärmen im Schatten auf der einen Talseite und dann Nachmittags mit dem Schatten auf die andere Talseite wechseln und bis Abends 22.00 Uhr klettern. Nachdem wir verschiedene Sektoren angeschaut hatten, stand Recht bald auch mein Projekt fest: „Pata Negra“ (8c) – 40 m durchweg fordernde Züge mit wenigen Rastpunkten und dafür aber gleich vier schweren Cruxsequenzen. Leider blieb mir ein Durchstieg verwehrt. Zwar konnte ich die Einzelzüge und Sequenzen gut klettern, aber für die ganze Tour fehlte mir leider die Ausdauer. So muss diese Tour wohl bis nächstes Jahr warten 🙂 .

 

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Um nicht den ganz Trip mit nur einer Route zu verbringen, entschloss ich mich dann in der verbliebenen Woche noch ein paar andere Touren zu klettern wie z.B. „Gladiator“ (8a+), eine 40m Ausdauertour durch die Hauptmauer des Gran Boveda Sektors und  „Mal de amores“ (8a+), nicht weniger lang mit einer weiten dynamischen Crux nach 25 m.

Auch wenn diesmal vielleicht nicht die allerschwersten Touren drin waren, war es für mich doch ein super Trip. Es war toll viele Freunde von letztem Jahr wieder zu treffen und mit ihnen gemeinsam zu klettern. Rodellar ist sowohl klettermäßig als auch landschaftlich ein schöner Ort an dem man viele super freundliche Menschen aus aller Welt treffen kann. Ich freue mich schon darauf nächstes Jahr zurückzukehren.

 

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