Der Felskader auf der Schwäbischen Alb

Als wir uns Anfang März in Stuttgart in der Halle getroffen haben, haben wir grob unsere Wünsche für die nächsten zwei Jahre ausgetauscht. Eins war klar, wir alle wollen klettern und zwar viel. Besonders interessieren uns hier die Formen des Kletterns, die wir uns nicht einfach selbst beibringen konnten und bei denen wir am meisten voneinander profitieren können. So haben uns vorgenommen Mehrseillängen zu klettern und wollen im Juni ins Rätikon. Als Vorbreitung hierfür ist eine weitere Ausfahrt geplant.

Doch dabei ist uns auch aufgefallen, dass wir immer ganz schön weit weg fahren um Klettern zu gehen. Auch das wollen wir ändern und auch lokal in Baden-Württemberg wieder vermehrt schwierige Touren klettern. Schließlich sind wir der BaWü Kader 😉

Und so geht die erste Kaderausfahrt dieses Wochenende auf die Schwäbische Alb. Viele von uns hatten in der Alb schon mal Hand angelegt und noch Projekte offen. Ole, Lena und Jakob durften hier dankenswerter weise bei Paul unterkommen und wurden mit Vollpension optimal versorgt. Wir waren in erster Line glücklich doch noch ein sonniges Wochenede erwischt zu haben, entgegen der ersten Prognosen (und der bemerkenswert niederschmetternden Tatsache, dass es bis jetzt an jedem anderen Kaderwochenende in Strömen geregnet hat).

Am Samstag starten wir früh in die Arena, motiviert das gute Wetter zu nutzen. Die Arena ist wohl der steilste Fels der Alb und da südseitig ausgerichtet, dachten wir, er wäre wohl als aller erstes trocken. Tja, Pech gehabt. Riesige schwarze Flecken ziehen sich durch die Grotte im mittleren Wandbereich. Doch das schreckt uns nicht ab und so kann Jens mit einer schnellen zweiten Begehung des nassen Glücksbringer (10) entzücken und Jakob und Fabi klettern die zweite und dritte Begehung eines schönen Rechtsaustieges des Lustmolches (9+/10-). Auch dem Scherbengericht (9) und dem Lustmolch in der Grotte (9+) werden einige Begehungen abgerungen. Insgesamt doch ein erfolgreicher Klettertag mit vielen nassen Griffen.

Für den nächsten Tag wünschen wir uns dann aber doch einen etwas trockeneren Fels und so verabreden wir uns mit den super-locals Mile und Mathi an der linken Wittlinger Wand. Ole macht nicht lange rum und zwickt die Platte Mao Mak Maa (9+/10-) ab, ein paar andere bouldern unter Anleitung des Erstbegehers durch Crimpomanie (10+). Die hat mal n paar echt kleine Griffe!

Insgesamt hatten wir viel Spaß an unserem ersten Kaderwochende mit dem neuen Team. Die Albprojekte sind nun doch nicht nicht weniger sondern eher mehr geworden und so sind wir uns sicher, dass wir mal wieder eine Ausfahrt dorthin starten wollen.

 

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